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Pferde auf Weide

Stoffwechsel

Der Stoffwechsel ist ein unverzichtbares, übergeordnetes System, welches unsere Organe am Leben erhält.

Es müssen stets Substanzen auf- und abgebaut werden. Dabei werden unterschiedliche biochemische Reaktionen durchgeführt.

Die Homöostase – ein dynamisches Gleichgewicht

Der Organismus ist im Stande, den körperlichen Zustand zu kontrollieren, Ressourcen zu verwalten und die Verfügbarkeit mit dem Bedarf zu vergleichen. Die Homöostase bildet ein dynamisches Gleichgewicht des Organismus. Dabei orientiert sich der Organismus an einem Soll-Zustand, welcher erreicht werden sollte. Der Ist-Zustand wird mit diesem Soll-Zustand verglichen und verschiedene Regulationssysteme und –kaskaden werden in Gange gesetzt, um das Gleichgewicht herzustellen.

Erst ab einem bestimmten Punkt kann die Homöostase die Funktion eines Organes nicht mehr aufrechterhalten. Häufig bleiben Ungleichgewichte vorerst unbemerkt. Wenn also Stoffwechselprobleme sichtbar werden, dann kämpft der Stoffwechsel schon länger mit einem Ungleichgewicht.

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Pferd Weide

Hufrehe

Unter Hufrehe versteht man eine diffuse Entzündung der Huflederhaut, welche einen nichtinfektiösen Ursprung hat. Die Ursachen für das Entstehen einer Hufrehe können unterschiedlich sein: Überanstrengung, Übergewicht, Vergiftungen, das nicht vollständige Abgehen der Nachgeburt oder zu stärke- bzw. fructanreiche Rationen. Es ist eine der schmerzhaftesten Erkrankungen des Pferdes. 

Den Tierarzt kontaktieren

Anzeichen einer Hufrehe können ungewöhnlich warme Hufe, pochende Gefässe am Fesselkopf sowie ein «sägebockartiger» Stand zum Entlasten der Vorderhufe sein. Hufrehe ist immer ein Fall für den Tierarzt. Wird sie unzureichend behandelt, kann sie zu starken chronischen Schmerzen führen. In schweren Fällen kann Hufrehe sogar zum Verlust der Hufhornkapsel führen («Ausschuhen»).

Fütterungsmassnahmen

Pferde, welche an Hufrehe leiden, sollten stärke- und energiereduziert und damit getreidefrei gefüttert werden. Die Versorgung mit Vitalstoffen darf jedoch keinesfalls vernachlässigt werden. Insbesondere zur Regulierung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels sind Mineralstoffe wie Magnesium, Zink, Kupfer, Mangan oder Selen von enormer Wichtigkeit. Auch Omega-3-Fettsäuren oder natürliche Antioxidantien sind von besonderer Bedeutung.

Stoffwechselstörungen durch Übergewicht: Equines Metabolisches Syndrom (EMS)

Eine zu energiereiche und meist vitalstoffarme Ernährung gepaart mit fehlender Bewegung führt dazu, dass Pferde übergewichtig werden. Durch eine kalorische Überfütterung kann das Equine Metabolische Syndrom (EMS) entstehen. 

Folgen von kalorischer Überfütterung

Der Glukosespiegel im Blut steigt durch das Überangebot von Futter deutlich an. Dies ruft eine erhöhte Insulinausschüttung hervor. Wenn diese Ausschüttung über längere Zeit hoch bleibt, führt dies zu einer ansteigenden Insulinresistenz der Zellen. Dadurch findet der Transport von Glukose aus dem Blut in die Körperzellen vermindert statt. 

Die überschüssige Glukose wird von Fettzellen aufgenommen. Diese Fettzellen werden deutlich grösser als üblich. Dadurch entstehen die typischen, lokalen Fettablagerungen, beispielsweise am Mähnenkamm oder an der Schulterpartie.

Übergewichtige Pferde unterstützen

Eine stärke- und zuckerreduzierte Fütterung von übergewichtigen bzw. an EMS erkrankten Pferden ist essenziell. Um den Stoffwechsel zu unterstützen wird eine ausgewogene Mineralisierung empfohlen. Zudem erleichtert regelmässige Bewegung den Gewichtsverlust. Von einer Radikaldiät mittels Futterentzug wird abgeraten, da es schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Das Pferd sollte nicht mehr als 1 % des Körpergewichts pro Woche abnehmen.

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Auf der Weide

Insulinresistenz beim Pferd

Bei einer Insulinresistenz handelt es sich um eine Fehlfunktion verschiedener Körpergewebe auf das Hormon Insulin. Zellen sind weniger empfindlich gegenüber Insulin und die Aufnahme von Glucose ist dadurch begrenzt. Hervorgerufen wird diese «Abstumpfung» der Insulinrezeptoren durch ein dauerhaftes Glucose-Überangebot.

Überernährung, zu wenig Bewegung sowie auch die genetische Veranlagung (v.a. Ponys und leichtfuttrige Pferde) können das Risiko für eine Insulinresistenz erhöhen.

Ernährungsumstellung bei einem Pferd mit Insulinresistenz 

Wurde eine Insulinresistenz diagnostiziert, so sollte die Ernährung des Pferdes umgestellt werden: Die Fütterung sollte zucker- und stärkereduziert erfolgen. Futtermittel mit einem niederglykämischen Index (getreidearm bis getreidefrei) sind zu bevorzugen. Hat das Pferd keine gesundheitlichen Einschränkungen, so sollte es regelmässig bewegt werden. Um die enthaltenen Fructane zu reduzieren, kann Heu ca. eine Stunde gewässert werden. Auf zuckerhaltige Belohnungen sollte verzichtet werden. Jedoch muss eine ideale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sichergestellt werden. Besteht die Gefahr von Hufrehe, wird empfohlen, den Weidegang einzuschränken oder gar ganz einzustellen.

Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID) (ehem. Equines Cushing Syndrom)

Bei PPID (früher bekannt als Equines Cushing Syndrom (ECS)) handelt es sich um eine Fehlfunktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Eine Hormonstörung wird hervorgerufen. 

Nicht heilbare Stoffwechselstörung

PPID ist nicht heilbar. Häufig sind die erkrankten Pferde lebenslang auf medikamentöse Therapie sowie eine angepasste Fütterung angewiesen. Bei rund 15 Prozent der älteren Pferde entwickelt sich PPID.

Weil ein Grossteil der PPID-Pferde insulinresistent ist und an Hufrehe leidet, besteht ein wichtiges Ernährungsziel darin, durch eine angepasste Fütterung das Risiko für Hufrehe durch eine stärke- und zuckerarme Diät zu reduzieren. Weil man davon ausgeht, dass eine mangelhafte Versorgung mit antioxidativen Nährstoffen eine Rolle bei der Entstehung von PPID spielen kann, wird die Verfütterung erhöhter Konzentrationen Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C empfohlen.

Nebst dem erhöhten Bedarf an Antioxidantien bedingt die extreme Stoffwechsellage auch eine ausgewogene und bedarfsgerechte Zufuhr von Mikronährstoffen. Wenn es zu Muskelabbau kommt, so sollte gezielt hochwertiges Eiweiss verfüttert werden. 

 

Fütterungsempfehlungen

 

Raufutter
  
ProduktBeschreibung
  
ST. HIPPOLYT Glyx-Wiese SeniorfaserZur Aufwertung der Raufutterration sowie zur Fütterung von Pferden mit Zahnproblemen. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden.
AGROBS PRE ALPIN SeniorGrundfuttergenuss bis ins hohe Alter. Generell anfeuchten oder einweichen. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden.

AGROBS PRE ALPIN Wiesencobs

AGROBS PRE ALPIN Wiesenflakes

AGROBS PRE ALPIN Aspero

Als Grundfutter (100% Heuersatz) oder zur Aufwertung von Heu, Silage, Weide. Bei Atemwegsproblemen durch Staub und Schimmel im Grundfutter. Langsam anfüttern. Cobs & Flakes generell einweichen. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden.
AGROBS PRE ALPIN Protein light FlakesSpezielle eiweissarme Gräsermischung, bei Leber- und Nierenproblemen. Ohne Kräuter. Für Allergiker geeignet. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden.

 

Ergänzungsfutter (für leichtfuttrige Pferde)
  
ProduktBeschreibung
  
ST. HIPPOLYT Glyx-Wiese MüsliNaturbelassenes, geschmackvolles Müsli ohne Getreide und Melasse. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden. 
ST. HIPPOLYT EquigardGetreide- und melassefrei, sehr niedriger Stärke- und Zuckergehalt. Als Müsli oder Würfel (Classic) erhältlich.
AGROBS AlpenGrün MüsliGetreide- und melassefrei, ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Luzerne 
AGROBS AlpenGrün PelletGetreide- und melassefrei, reich an Rohfaser und Vitalstoffen 
AGROBS GrünhaferMelassefrei, stärke- und fruktanarm Reguliert auf natürliche Weise den Säure-Basen-Haushalt 
AGROBS LeichtGenussBeschäftigungsfutter für leichtfuttrige oder übergewichtige Pferde. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden. 

 

Ergänzungsfutter (für normal- bis schwerfuttrige Pferde)
  
ProduktBeschreibung
  
HYPONA Optimal-FreeDas ausgewogene Würfelfutter mit einem geringen Gehalt an leicht verdaulichen Kohlenhydraten, ohne Melasse, ohne ganzes Getreide.
ST. HIPPOLYT Struktur E GetreidefreiNähr- und vitalstoffreiches Futterkonzentrat 
ST. HIPPOLYT RiceLeinGetreidefreier Energiebalancer auf der Basis von Reiskleie und Leinsamen 
BRANDON xlGetreide- und melassefreies Futter mit moderatem Energiegehalt 

AGROBS Myo Protein Flakes

AGROBS Luzernecobs (9mm)

Bei erhöhtem Eiweissbedarf in Sport und (Auf-)Zucht Cobs & Flakes generell einweichen 
AGROBS Luzerne+Luzerne-Struktur plus Grünhafer im Verhältnis 4:1, stärke-, fruktan- und zuckerarm 

 

Zusatzfutter / Spezialitäten
  
ProduktBeschreibung
  

ST. HIPPOLYT Glyx-Mash*

AGROBS AlpenGrün Mash*

Mash regt die Verdauung an und unterstützt das Wohlbefinden des Pferdes. 
* getreidefrei
ST. HIPPOLYT GlucogardMineralstoffkomplex zur Unterstützung des Kohlenhydratstoffwechsels (Übergewicht, EMS, Hufrehe)
ST. HIPPOLYT GlandogardBesondere Mikronährstoffe bei PPID (früher Equines Cushing Syndrom), Karenzzeit beachten!
ST. HIPPOLYT SemperMin MineralmüsliDas schmackhafte, getreide- & glutenfreie Mineralmüsli 
ST. HIPPOLYT SempercubeDer praktische, getreide- & glutenfreie Mineralwürfel für Weide und Stall
AGROBS NaturmineralDie naturbelassene Mineralstoffversorgung 
AGROBS SeniormineralDie naturbelassene Mineralstoffversorgung für alle Pferde mit erhöhtem Bedarf (Sport, Trächtigkeit, Wachstum, Alter) 
AGROBS Weidemineral-CobsZur täglichen Grundversorgung  mit allen wichtigen Mengen- und Spurenelementen während der Weidezeit. Geitreide- und melassefrei.
AGROBS Bierhefe purZur Verbesserung der Verdauung und Futterverwertung 
AGROBS Amino purFür den gezielten Muskelaufbau bei sportlicher Belastung 
AGROBS Selen purZum Ausgleich eines Selenmangels
AGROBS Zink purGezielte Zinkversorgung
AGROBS Omega3 purKaltgepresste Öle des Leinsamens, des Leindotters sowie des Drachenkopfes
AGROBS Spurenelemente purHochverfügbare Spurenelemente

 

 

 

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