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Fuchs

Verdauungsstörungen

Wie Menschen können auch Pferde an Verdauungsstörungen leiden. Durch ein optimiertes Fütterungsmanagement kann dem entgegengewirkt werden.

Das Verdauungssystem eines Pferdes hat ein enormes Fassungsvermögen. Das aufgenommene Futter durchwandert den gesamten Verdauungstrakt innerhalb ungefähr 48 Stunden. 

Veränderungen in Haltung und Nutzung

Die Vorfahren des heutigen Pferdes nahmen bis zu 18 Stunden pro Tag Nahrung auf. Die Fresspausen waren kurz und die Portionen klein. Das heutige Pferd besitzt einen praktisch unveränderten Verdauungsapparat, jedoch haben sich Haltung und Nutzung stark verändert.

In den heutigen Haltungssystemen sind Pferde in mancher Hinsicht dem Risiko von Verdauungsstörungen ausgesetzt. Koliken sind dabei die am meisten gefürchteten Komplikationen beim Pferd. In vielen Ställen treten Durchfall, Kotwasser oder Magenprobleme auf. Um diese Probleme im Verdauungstrakt zu vermeiden, müssen Rationsgestaltung sowie Fütterungsmanagement optimiert werden.

Kolik

Die Anzeichen und Symptome einer Kolik können vielfältig sein: Leichtes Schwitzen, Fressunlust, vermehrte Unruhe, bis hin zu Treten gegen den Bauch oder Wälzen. Bei einem Verdacht auf Kolik sollte der Tierarzt sofort gerufen werden.

Risikofaktoren einer Kolik

Zu den Risikofaktoren einer Kolik gehören unter anderem zu wenig oder minderwertiges Raufutter, mangelnder Stärkeaufschluss von Getreide, erhöhter Keimgehalt im Futter oder Einstreu, Stress sowie überhöhte Kraftfuttermengen. Auch Mykotoxine, eine begrenzte Wasseraufnahme, spontane Futterwechsel, zu schnelles Anweiden, Mangel an Bewegung oder unzureichende Vitalstoffversorgung können die Gefahr einer Kolik erhöhen.

Fütterung bei einer unkomplizierten Kolik

Nach einer unspezifischen Kolik oder wenn das Pferd nicht operativ behandelt werden musste, kann normalerweise bald darauf wieder angefüttert werden. Es sollte hochwertiges Raufutter und eine insgesamt getreidearme und leichtverdauliche Schonkost ohne grosse Kraftfuttergaben angeboten werden. Sollte das Pferd mit Verdauungsbeschwerden auf Silagefütterung reagieren, wird die Umstellung auf Heu oder Heucobs empfohlen. Auch die Verfütterung von Mash trägt zu einem gesunden Verdauungssystem bei. Durch eine optimale Versorgung mit Magnesium kann zudem die Magen-Darm-Peristaltik stabilisiert werden.

Fütterung nach einer Kolikoperation

Nach einer Kolikoperation sollte in den ersten 10-14 Tagen auf die Verfütterung von Getreide verzichtet werden. Anfänglich sollten nur kleine Mengen an Raufutter mehrmals über den Tag verteilt angeboten werden. Diese Mengen können mit der Zeit gesteigert werden. Bei stärkerer Abmagerung darf auch etwas Kraftfutter verfüttert werden. Für eine proteinreiche Ergänzung bieten sich Luzerne-Heu oder Luzerne-Cobs bestens an. 

Kotwasser

Normalerweise wird freie Flüssigkeit grösstenteils im Blinddarm und Grimmdarm absorbiert. Von Kotwasser betroffene Pferde scheiden beim Kotabsetzen oder unabhängig davon freies Darmwasser aus. Die Menge kann stark variieren und der Kot ist üblicherweise normal geformt. 

Meist ist das Allgemeinbefinden der betroffenen Pferde kaum beeinträchtigt. Jedoch kommt es durch Kotwasser zu einer Verschmutzung und Verklebung von Schweif und Fell an den Hinterbeinen, was im schlimmsten Fall zu Haarverlust und entzündlichen Hautveränderungen führen kann. Nur durch regelmässige und aufwendige Pflege von Haut und Haarkleid können solche Hautirritationen verhindert werden.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen von Kotwasser können sehr vielfältig sein. Nebst schlechtem Fütterungsmanagement (abrupte Futterumstellungen, überhöhte Kraftfuttermengen, mangelhafte Futterhygiene, Mikronährstoffmangel, etc.) und unverträglichen Futtermitteln können aufgenommene Schadstoffe, Krankheiten, Bewegungsmangel und vor allem Stressfaktoren (Stallwechsel, niedriger Rang, Futterneid, enge Platzverhältnisse, etc.) die Entstehung von Kotwasser begünstigen.  Um langfristig das Problem «Kotwasser» lösen zu können, ist es unumgänglich, sich auf die Suche nach der Ursache zu machen und mögliche Risikofaktoren zu vermeiden.

Hilfreiche Massnahmen

Da die Ursachen sehr vielfältig sein können, ist es schwierig, eine andauernde und verlässliche Lösung zu finden. Jedoch sollten unterschiedliche Punkte beachtet werden, um das Problem in den Griff zu bekommen: 

Einerseits sollten bei Auftreten von Kotwasser möglichst kleine, bedarfsgerechte Kraftfutterrationen (immer erst nach Heufütterung) verfüttert werden. Andererseits sollte hochwertiges Heu und keine Silage angeboten werden. Möglicherweise hilft die Durchführung eines Allergietests weiter, um mögliche Unverträglichkeiten zu erkennen. Zur Unterstützung der Entgiftung wird der Einsatz eines Toxinbinders empfohlen. Weitere, individuell zu definierende Fütterungsmassnahmen können ebenfalls zur Stabilisierung der Verdauung beitragen.

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Kotwasser

 

Fütterungsempfehlungen (Kotwasser)
  
ProduktBeschreibung
  
HYPONA-FlorsanaBei allgemeinen Verdauungsproblemen, ausgezeichnete pH-Pufferung
ST. HIPPOLYT Robusan Darmriegel Stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte mit Nährstoffen für die Immunzellen
BRANDON PLUS medigest Bei Verdauungsproblemen wie Kotwasser und zur Förderung der Regeneration des Darmepithels
ST. HIPPOLYT Hefekultur Bei Verdauungsproblemen und zur besseren Rohfaserverwertung
AGROBS Bierhefe pur Die getreidefreie und schmackhafte Alternative zur Verbesserung der Verdauung und Futterverwertung
ST. HIPPOLYT Lamin forte Bei entzündungsbedingten Verdauungsbeschwerden

 

Durchfall

Anders als bei Kotwasser hat der Kot bei Durchfall eine veränderte Konsistenz und der Wassergehalt im Kot ist erhöht. Sollte starker Durchfall länger als zwei Tage andauern und / oder ist Durchfall von erhöhter Körpertemperatur begleitet, sollte der Tierarzt hinzugezogen werden.

Verschiedene Auslöser 

Durchfall kann entstehen, wenn akute Störungen der Darmflora vorliegen. Auslöser können unter anderem Magenprobleme, verdorbenes Futter, radikale Futterumstellungen, Infektionen oder Medikamentengabe sein.

Abhilfe bei Durchfall

Taucht Durchfall auf, so sollten Fütterung und Haltung kontrolliert werden. Damit der Keimdruck minimiert werden kann und möglichst keine anderen Pferde angesteckt werden, sollte auf eine gründliche Hygiene geachtet werden. Weil der Flüssigkeitsverlust bei Durchfall erhöht ist, werden auch vermehrt Elektrolyte ausgeschieden. Dies kann zu einer Schwächung des Kreislaufes führen. Aus diesem Grund sind die Stabilisierung der Darmflora sowie ein Flüssigkeitsausgleich nun ausgesprochen wichtig.

 

Fütterungsempfehlungen (Durchfall)
  
ProduktBeschreibung
  
HYPONA-FlorsanaBei allgemeinen Verdauungsproblemen, ausgezeichnete pH-Pufferung
ST. HIPPOLYT Robusan Darmriegel Stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte mit Nährstoffen für die Immunzellen
BRANDON PLUS medigest Bei Verdauungsproblemen wie Kotwasser und zur Förderung der Regeneration des Darmepithels
BRANDON PLUS gastrointestinalZur Regeneration der Magen- und Darmschleimhaut
ST. HIPPOLYT Hefekultur Bei Verdauungsproblemen und zur besseren Rohfaserverwertung
AGROBS Bierhefe pur Die getreidefreie und schmackhafte Alternative zur Verbesserung der Verdauung und Futterverwertung
ST. HIPPOLYT Lamin forte Bei entzündungsbedingten Verdauungsbeschwerden
HYPONA-IsoBei Mineralienverlust durch übermässiges Schwitzen und bei Durchfall
ST. HIPPOLYT Elektrolyte HippovitBei Mineralienverlust durch übermässiges Schwitzen und bei Durchfall

 

Magenprobleme

Zu den wichtigsten Ursachen für Magenprobleme gehören unpassende Haltungssysteme, Stress sowie falsches Fütterungsmanagement. Auch eine längere Behandlung mit Schmerzmitteln, Entzündungshemmern oder bestimmten Antibiotika kann letztendlich zur Entstehung von Magenschleimhautentzündungen beitragen.

Bis hin zum Magengeschwür...

Der Pferdemagen ist evolutionsbedingt angepasst an eine kontinuierliche Aufnahme von rohfaserreichem Futter. Aus diesem Grund produziert er fortlaufend Magensäure. Sind die Fresspausen zu lang (über vier Stunden), so beginnt die Magensäure die hoch empfindliche Magenschleimhaut zu reizen. Kommen weitere Faktoren wie Stress und getreidelastige, faserarme Futterrationen dazu, kann eine Entzündung und schliesslich ein Magengeschwür entstehen. 

Magenprobleme verhindern

Um die Entstehung von Magenproblemen und letztendlich Magengeschwüren zu verhindern, sollten einige Grundsätze beachtet werden: 

Die Versorgung mit 1.5 – 2 kg hochwertigem Raufutter pro 100 kg Körpergewicht und Tag sollte wie bei jeder pferdegerechten Ration eingehalten werden. Lange Fresspausen von über vier Stunden sind dabei zu vermeiden. Bei Verdacht auf Magenprobleme sollte die Fütterung stärke- und zuckerreduziert sein. Die Kraftfuttermenge sollte generell niedrig gehalten und auf mehrere Mahlzeiten verteilt angeboten werden. Ausserdem wird empfohlen, das Pferd vor dem Verfüttern von Kraftfutter genügend Raufutter fressen zu lassen. Stress in der Haltung und im Training sollte unbedingt vermieden werden. Wichtig sind ausserdem ein freier Zugang zu frischem Wasser sowie das Angebot von Weidegang oder anderweitigem, freiem Auslauf.

 

Fütterungsempfehlungen (Magengeschwür)
  
ProduktBeschreibung
  
HYPONA Optimal-FreeDas ausgewogene Würfelfutter mit einem geringen Gehalt an leicht verdaulichen Kohlenhydraten, ohne Melasse, ohne ganzes Getreide
HYPONA-SensitiveFür Pferde mit sensibler Verdauung, ohne Gluten und Melasse
BRANDON xlFür Pferde mit empfindlichem Magen-Darmtrakt
ST. HIPPOLYT EquigardGetreide- und melassefrei, sehr niedriger Stärke- und Zuckergehalt, als Müsli oder Würfel (Classic) erhältlich 
ST. HIPPOLYT RiceLeinFür getreideempfindliche Pferde und bei Verdauungsstörungen wie z.B. Magenprobleme
BRANDON PLUS gastrointestinalZum Schutz und Regeneration der Magen- und Darmschleimhaut
HYPONA-LeinsamenReich an hochwertigen Schleimstoffen und ungesättigten Fettsäuren
ST. HIPPOLYT LinuStarGoldgelbe, gecrackte Leinsaat zur Unterstützung der Darmfunktion 

ST. HIPPOLYT Glyx-Mash

AGROBS Alpengrün Mash

Mash regt die Verdauung an und unterstützt das Wohlbefinden des Pferdes. 
Getreidefrei!

 

 

Weitere Fütterungsempfehlungen

 

Raufutter
  
ProduktBeschreibung
  
Heu 1. Schnitt mit hohem Rohfaser- und moderatem Eiweissgehalt, 88% Trockensubstanz 
ST. HIPPOLYT Glyx-Wiese Heucobs Reich an Kräutern und fruktanarmen Gräsern, NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden. 

AGROBS PRE ALPIN Wiesencobs 

AGROBS PRE ALPIN Wiesenflakes 

Als Grundfutter (100% Heuersatz) oder zur Aufwertung von Heu, Silage, Weide. Bei Atemwegsproblemen durch Staub und Schimmel im Grundfutter. Langsam anfüttern, Cobs & Flakes generell einweichen, NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden. 

 

Ergänzungsfutter
  
ProduktBeschreibung
  
HYPONA Optimal-FreeLow-carb, für Sport- und Freizeitpferde
HYPONA Optimal-Zero Hafer- und melassefreies Allroundfutter 
ST. HIPPOLYT Struktur E Getreidefrei Nähr- und vitalstoffreiches Futterkonzentrat ohne Getreide und Melasse 
ST. HIPPOLYT Glyx-Wiese Müsli Naturbelassenes, geschmackvolles Müsli ohne Getreide und Melasse. NICHT mineralisiert und vitaminiert. Muss mit einem Mineralfutter ergänzt werden. 
AGROBS AlpenGrün Müsli Getreide- und melassefrei, ohne künstliche Zusatzstoffe 
Ohne Luzerne 
AGROBS AlpenGrün Pellet Getreide- und melassefrei, reich an Rohfaser und Vitalstoffen 

 

Zusatzfutter / Spezialitäten
  
ProduktBeschreibung

HYPONA-Mash 

ST. HIPPOLYT Irish Mash 

ST. HIPPOLYT Glyx-Mash

AGROBS AlpenGrün Mash

Mash regt die Verdauung an und unterstützt das Wohlbefinden des Pferdes. 
* getreidefrei 
HYPONA Minevita-Natur (melasse-frei) Die ideale Vitamin- und Mineralstoffergänzung mit Lebendhefen. Für den biologischen Landbau in der Schweiz zugelassen. 
ST. HIPPOLYT SemperMin Das schmackhafte, getreide- & glutenfreie Mineralmüsli 
AGROBS NaturmineralDie naturbelassene Mineralstoffversorgung, getreide- und melassefrei
Salzleckstein (z.B. Himalaya-Salzleckstein)Stell die Versorgung mit Natrium sicher
AGROBS Omega3 PurLiefert essenzielle Omega-3-Fettsäuren und unterstützt zusätzlich die Verdauung

 

 

 

Passende Beiträge unserer Partner

Vorschaubild für den Videofilmo "HippoWissen Fütterungsseminar: Koliken - Magengeschwüre – Kotwasser".
Vorschaubild für den Videofilmo "HippoWissen Fütterungsseminar: Magenprobleme beim Pferd".
Vorschaubild für den Videofilmo "HippoWissen Fütterungsseminar: Verdauungsprobleme beim Pferd".

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