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Allround und Sport

Sportpferde füttern – wer leistet braucht auch mehr

Frage an den Spezialisten Simone Lepori: Worauf kommt es bei der Sportpferde-Fütterung an?

Die Fütterung von Sportpferden erfordert viel Feingefühl und eine gute Planung. Grundsätzlich muss sich überlegt werden, wann die Sportsaison fürs Pferd startet. Dies ist der Grundstein für die Fütterung, denn die Fütterung muss 2-3 Monate vor der eigentlichen Saison aufgegleist werden, damit das Pferd zum gewünschten Zeitpunkt in Höchstform sein kann. Sportpferde richtig füttern, um die Leistung zu unterstützen und den Stoffwechsel dabei nicht unnötig zu belasten, ist eine Herausforderung.

Die Definition, ab wann ein Pferd ein Sportpferd ist, ist sehr schwierig. Grundsätzlich gilt, sobald ein Pferd regelmässig bewegt wird und Leistungen erbringen muss, steigt der Energie- und Nährstoffbedarf an. Ziel ist es, diesen über eine angepasste Fütterung zu decken. Dieser Bedarf wird als Leistungsbedarf bezeichnet. Der tägliche Energiebedarf beträgt bei einem normal genutzten Pferd (500-600 kg Körpergewicht) ca. 60 – 70 MJ VEP. Beim Proteinbedarf kann von rund 350 g verdaulichem Protein (VPP) ausgegangen werden. Ein Sportpferd braucht bei intensivem Einsatz bis zu 50 % mehr. Damit das Pferd sein volles Leistungspotenzial ausschöpfen kann, muss die Fütterung unbedingt angepasst werden.

Die Basis der erfolgreichen Fütterung ist qualitativ hochstehendes Raufutter. Die Heuqualität kann sich je nach Erntetermin unterscheiden. Idealerweise wir das Heu zwischen Beginn und Ende Blüte geerntet, um optimale Nährstoffgehalte zu erzielen. Wichtig ist auch, dass das Heu unbedingt frei von Schimmel ist.

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Heuqualität

Da der Pferdemagen evolutionsbedingt auf eine dauerhafte Futteraufnahme ausgerichtet ist, sollten dem Pferd mind. 1 kg Raufutter / 100 kg Körpergewicht und Tag über mehrere Futtergaben angeboten werden. Dadurch wird nicht nur der Magen geschont, sondern auch für Beschäftigung gesorgt und Langeweile zwischen den Trainingsphasen vermieden. Auch sauberes Stroh eignet sich als Beschäftigungsmaterial, ersetzt aber das Raufutter nicht. Um den erhöhten Bedarf des Pferdes zu decken, müssen zusätzlich passende Ergänzungsfutter verabreicht werden. Das Ergänzungsfutter soll nicht nur mehr Energie und Protein bringen, es soll auch im richtigen Verhältnis zur Gesamtration und in fürs Pferd bestens verdaulicher Form verabreicht werden, um den Stoffwechsel nicht unnötig zu belasten. Dafür muss das Ergänzungsfutter so gewählt werden, dass pro Tag nicht mehr als 6 kg (max. 200 bis 500 g je 100 kg Körpergewicht und Portion) verfüttert werden müssen. Somit muss einem Pferd mit hohem Energie- und Proteinbedarf ein Futter mit höherer Nährstoffdichte verabreicht werden. Ist dem nicht so, verdrängt die grosse Menge an Ergänzungsfutter wertvolles Raufutter.

Nebst dem Futter ist aber auch die Wasserversorgung sehr wichtig. Ein Pferd braucht viel sauberes und frisches Wasser. Im Sommer kann der Bedarf bei stark beanspruchten Pferden auf bis zu 50-60 l pro Tag ansteigen. Somit ist klar, dass Wasser zur freien Verfügung angeboten werden muss. Das sollte auch am Turnier berücksichtigt werden.

Futterzusätze können die Leistungsbereitschaft unterstützen. Auf dem Markt gibt es verschiedene Futterzusätze, welche bei Sportpferden eingesetzt werden können. Unmittelbar nach grosser Leistung empfiehlt sich eine Elektroytentränke, da mit dem Schweiss sehr viele Mineralien ausgeschieden werden. Durch die Zufuhr von Elektrolyten kann sich das Pferd besser und schneller von seiner Beanspruchung erholen und der Mineralstoffwechsel wird rasch ausgeglichen.

Ist ein Pferd äusserst nervös, lohnt sich die Überlegung, ein haferfreies Ergänzungsfutter einzusetzen. Zudem können Zusätze wie St. Hippolyt Magnesium B12 oder Hypona-Easy verfüttert werden, wodurch das Pferd aufgrund von Magnesium, Vitamin B12 und Tryptophan, einer essenziellen Aminosäure, ruhiger und ausgeglichener wird. St. Hippolyt Makor mit Weissdorn, Magnesium und Vitamin E aktiviert den Kreislauf, sorgt für Lockerheit und Nervenstärke.

Der Muskelaufbau kann mit St. Hippolyt Gold Medal oder mit Agrobs Amino pur unterstützt werden. Falls ein Pferd fürs Turnierwochenende einen zusätzlichen Energiekick braucht, kann beispielsweise St. Hippolyt Super Condition 2-3 Tage vor dem Turniertag verabreicht werden. Dadurch werden die Batterien gefüllt und am Turniertag steht genügend Energie zur Verfügung. Auch der Einsatz von Futterölen kann einen zusätzlichen Energieschub veranlassen, ohne die Verdauung zu überlasten.

Zur nutritiven Unterstützung von Sehnen und Bänder beim stark beanspruchten Sportpferd empfiehlt sich St. Hippolyt Movicur mit neuseeländischer Grünlippmuschel, Kollagenbausteinen und Kieselsäure.

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Dressur

Fütterungsfehler unbedingt vermeiden 

Der grösste Fütterungsfehler, der ein Sportler bei seinem Pferd machen kann, ist ein Futterwechsel während der Turniersaison. Eine Futterumstellung braucht enorm viel Zeit, denn sobald das Futter gewechselt wird, muss die Reaktion des Pferdes neu beurteilt werden. Wie verhält sich das Pferd, hat es mehr Energie oder ist es dumpfer, wie fit ist das Pferd, wie erholt es sich nach fordernden Arbeiten, sind nur einige zu beurteilende Punkte. Um diese Beobachtungen anstellen zu können, muss genügend Zeit eingerechnet werden. Deshalb sollten Futterwechsel 2-3 Monate vor der Turniersaison erfolgen.

Futterzusätze vollbringen keine schnellen Wunder ohne Betrachtung der gesamten Ration und des Formaufbaus. Auch diese brauchen Zeit, bis sie ihre volle Wirkung entfalten können. Jedes Pferd reagiert dabei aber anders. 

Wird aus irgendeinem Grund die Saison abgebrochen oder wird das Pferd weniger intensiv genutzt, muss auch unbedingt die Fütterung angepasst werden. Denn wenn der Bedarf des Pferdes sinkt, muss auch das Angebot reguliert werden. Ansonsten kann dies schwerwiegende Folgen für das Pferd haben, wie beispielsweise Übergewicht, Probleme mit Sehnen und Gelenken und Stoffwechselerkrankungen.

Fütterungsvarianten für Sportpferde 

  • 1 - 1.5 kg Heu / 100 kg Körpergewicht und Tag 
  • 3-4 kg Stroh als Beschäftigung

V1: traditionelle Fütterung 

V2: für empfindliche Pferde 

1x wöchentlich oder nach dem Turnier 

 

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