FOHLEN wachsen in den ersten Lebensmonaten wie der Blitz. Nach rund einem Monat öffnet sich zwischen dem Energiebedarf und dem Energieangebot aus der Stutenmilch eine Schere. Auch Mineral- und Wirkstoffe müssen ergänzt werden, da Stutenmilch und Wiesenfutter den Bedarf nicht decken.
FÜTTERUNG VON ZUCHTSTUTEN Wenn festgestellt wird, dass eine Zuchtstute trägt, sollte man bereits beginnen, die Konzentration der Futterration zu vermindern. Die Stute darf in keinem Falle überfüttert werden, da dies ihre und die Gesundheit des sich entwickelnden Fohlens beeinträchtigen kann. Vor dem Abfohlen ist die Nährstoffkonzentration
dann zu erhöhen.
Pferdestuten werden normalerweise im Frühjahr gedeckt und bringen elf Monate später ihre Fohlen zur Welt, so dass diese mit dem nährstoffreichen Frühlingsgras aufwachsen können. Da die Gehalte im Gras und Heu manchmal stark schwanken, sollten diese abhängig vom aktuellen Bedarf des Pferdes gezielt mit Leistungs- und Mineralfutter ergänzt werden.
Zuchtstuten, Fohlen und Jungpferde stellen besondere Anforderungen an die Fütterung. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Proteinen und Mineralstoffen für den Knochen- und Muskelaufbau der Fohlen und Jungpferde. Während der ganzen Aufzuchtzeit sollte ein moderates aber gleichmässiges Wachstum angestrebt werden.
Koliken, Magen- und Darmgeschwüre und Hufrehe gehören zu den häufigsten Leiden beim Pferd. Sie stehen in engem Zusammenhang mit der Fütterung, sind in der Regel aufwändig zu therapieren und können oft nicht mit Erfolg behandelt werden. Eine Vorbeuge drängt sich auf, ist aber nur möglich, wenn man mit dem Wesen dieser Krankheiten und der Fütterung vertraut ist.
Die Schweizer Pferdezucht war in den letzten Jahren geprägt von Veränderungen. Die einst geschützten Zuchtorganisationen wurden durch die revidierte Tierzuchtverordnung im Jahre 1998 auf eigene Füsse gestellt. Neben den ursprünglich wenigen staatlich anerkannten Rassen – Freiberger, Schweizer Sportpferd und Haflinger – sind heute rund 23 anerkannte Pferdezuchtorganisationen aktiv.
Pferde werden heute primär als Sport- und Freizeitpferde genutzt. Die Zeit für die Fütterung ist knapp. Umso mehr gilt es, die wichtigsten Fütterungsgrundsätze einzuhalten, um Pferde leistungsgerecht und gesund zu füttern.
Reitplätze und Reithallen sind keine landwirtschaftlichen Bauten und gehören
in die Bauzone. Das Raumplanungsgesetz
sieht nun aber einige wenige Möglichkeiten vor für Pferdezucht, Pensions und Hobbypferdehaltung in der Landwirtschaftszone. Damit wird geregelt,
welche Pferdehaltung als landwirtschaftlich gilt und welche nicht.
Das Pferd ist ein Pflanzenfresser mit einem speziell aufgebauten Verdauungstrakt. Deshalb müssen besondere Regeln in der
Pferdefütterung beachtet werden. Auch eine korrekte Versorgung mit Mineralstoffen
und Vitaminen ist einzuhalten.
Eine Haltungsumgebung ist dann tiergerecht, wenn Körperfunktionen und
Verhalten der Tiere nicht gestört werden und die Anpassungsfähigkeit nicht
überfordert wird. Für Pferde bestehen in der
Gesetzgebung kaum weitere Detailbestimmungen. Dies soll sich mittels
der revidierten Tierschutzverordnung, die sich noch bis November in Vernehmlassung
befindet, ändern.
Die Entwicklung des Pferdes in seiner Jugendzeit beeinflusst die spätere Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer stark. Neben der genetischen Veranlagung und einer artgerechten Haltung spielt dabei auch die Fütterung eine wichtige Rolle.
WELLNESS UND FITNESS helfen Stresssituationen besser aushalten. Das gilt auch für Pferde, deren Lebensumstände sich mit der Domestizierung grundlegend verändert haben. Geblieben sind Grundbedürfnisse nach Licht, frischer Luft, regelmässiger Bewegung, Sozialkontakten und einer artgerechten Ernährung.
